Neue KI-Regeln könnten die Preise für Mining-Hardware noch weiter in die Höhe treiben
Der US-Senat hat mit der Verabschiedung des GAIN Act, einem Vorschlag, der in den kommenden National Defense Authorization Act (NDAA) eingebettet ist, einen weiteren Schritt zur Neugestaltung der Technologielandschaft unternommen – und damit möglicherweise neuen Druck auf Krypto-Miner ausgeübt.
Die Maßnahme, offiziell bekannt als „Guaranteeing Access and Innovation for National Artificial Intelligence Act of 2026” (Gesetz zur Gewährleistung des Zugangs und der Innovation für nationale künstliche Intelligenz von 2026), würde Chip-Hersteller dazu verpflichten, US-Käufern Vorrang einzuräumen, bevor sie fortschrittliche KI- und Hochleistungs-Computing-Prozessoren ins Ausland exportieren. Außerdem werden strengere Exportgenehmigungsregeln eingeführt, die es dem Kongress ermöglichen, Lieferungen von Chips der Spitzenklasse zu blockieren und Lizenzen für jede Hardware mit fortschrittlichen integrierten Schaltkreisen vorzuschreiben.
Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Zugang zu knappen Rechenressourcen im Inland zu stärken – ein wachsendes Problem, da große US-Unternehmen, darunter Nvidia, seit einem Jahr Lieferrückstände für ihre leistungsstärksten Chips melden.
Für eine Branche, die bereits durch Handelszölle und steigende Einfuhrzölle unter Druck steht, könnte dies ein schwerer Schlag sein. Anfang dieses Jahres lösten neue gegenseitige Zölle zwischen den USA und China einen starken Rückgang der Kryptopreise aus und verteuerten die Beschaffung von Mining-Rigs. Amerikanische Mining-Unternehmen wie CleanSpark und IREN mussten bereits Strafen in Millionenhöhe zahlen, die mit Streitigkeiten über die Herkunft der Hardware und die zollrechtliche Einstufung zusammenhängen.
Wenn der GAIN Act in seiner jetzigen Form verabschiedet wird, könnte dies diese Herausforderungen noch verstärken und die Wettbewerbsfähigkeit der US-amerikanischen Miner gegenüber internationalen Konkurrenten, die günstigeren Zugang zu Ausrüstung haben, weiter verringern. Ein solches Ergebnis würde eines der zentralen wirtschaftlichen Ziele der Trump-Regierung untergraben – nämlich die Vereinigten Staaten als globalen Knotenpunkt für Krypto-Mining und Blockchain-Innovationen zu etablieren.
Der Gesetzentwurf muss noch vom Repräsentantenhaus gebilligt und vom Präsidenten unterzeichnet werden, aber schon allein die Aussicht auf neue Exportbeschränkungen hat für Unruhe im Krypto-Infrastruktursektor gesorgt, wo der Zugang zu Hardware nach wie vor die Grundlage für die Rentabilität bildet.

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