Senatsentwurf zieht neue Grenzen für Anreize für Stablecoins
Die US-Gesetzgeber kommen einer Definition näher, wie Stablecoins im alltäglichen Finanzwesen eingesetzt werden können, und ein neu überarbeiteter Senatsvorschlag deutet darauf hin, dass belohnungsbasierte Anreize bald eine klarere rechtliche Grundlage haben könnten.
Der neueste Entwurf des Digital Asset Market Clarity Act enthält Formulierungen, die verhindern sollen, dass Stablecoins wie Wertpapiere oder Bankeinlagen behandelt werden, nur weil Nutzer Vorteile für deren Verwendung erhalten.
Der überarbeitete Vorschlag wurde von Tim Scott, dem Vorsitzenden des Bankenausschusses des Senats, vorgestellt. Er erklärte, die Änderungen seien Teil eines umfassenderen Vorhabens, die Krypto-Aufsicht zu vereinheitlichen.
Im Zentrum der Diskussion steht ein langjähriger Streit zwischen dem Kryptosektor und traditionellen Banken. Bankenverbände argumentieren, dass Stablecoins mit Belohnungen die Gefahr bergen, Einlagenkonten oder Anlageprodukte zu imitieren, ohne denselben Regeln zu unterliegen. Krypto-Unternehmen hingegen halten dagegen, dass diese Anreize eher gängigen Fintech-Funktionen – wie Cashback-Programmen, Treueprämien oder Zahlungsrabatten – ähneln als verzinsten Sparprodukten.
Wie Gesetzgeber Stablecoin-Anreize neu definieren
Der neue Entwurf versucht, diesen Streit beizulegen, indem er klar zwischen Belohnungen für Aktivität und Zahlungen für passives Halten unterscheidet. Anreize für alltägliche Finanztransaktionen – wie Zahlungen, Geldtransfers, Überweisungen oder die Abwicklung von Transaktionen – wären ausdrücklich zulässig. Gleiches gilt für Vorteile im Zusammenhang mit der Nutzung digitaler Wallets, Plattformen oder Blockchain-Netzwerke sowie für Werbekampagnen, Abonnements und Rabattprogramme.
Der Anwendungsbereich geht noch weiter und umfasst auch Blockchain-spezifische Aspekte. Belohnungen für die Bereitstellung von Liquidität oder Sicherheiten, die Teilnahme an Governance-Aktivitäten, die Validierung von Transaktionen, Staking oder Beiträge zum breiteren Ökosystem eines Netzwerks wären ebenfalls zulässig. Gleichzeitig stellt der Gesetzentwurf klar, dass Anbieter keine Zinsen oder Renditen allein für das Halten eines Zahlungs-Stablecoins anbieten dürfen, unabhängig davon, ob die Vergütung in Dollar, Token oder anderen Vermögenswerten erfolgt.
Die Dynamik beim breiteren Rahmenwerk für die Kryptomarktstruktur ist weiterhin uneinheitlich. Der Landwirtschaftsausschuss des Senats hat die Beratung des Gesetzentwurfs bis Ende Januar verschoben. Vorsitzender John Boozman begründete dies mit dem Bedarf an weiteren Verhandlungen, um eine parteiübergreifende Unterstützung zu sichern.
Außerhalb des Kongresses nimmt der Druck von regionalen Banken weiter zu. Ein Zusammenschluss kleinerer US-amerikanischer Kreditgeber forderte kürzlich die Gesetzgeber auf, die Gesetzgebung zu Stablecoins zu verschärfen. Sie warnten davor, dass Prämienprogramme Einlagen von lokalen Banken abziehen und deren Kreditvergabemöglichkeiten an Landwirte, Studierende, Hausbesitzer und kleine Unternehmen einschränken könnten.
Kryptowährungsorganisationen wiesen diese Behauptungen zurück. Gruppen wie der Crypto Council for Innovation und die Blockchain Association argumentieren, dass Zahlungs-Stablecoins nicht zur Finanzierung traditioneller Kredite verwendet werden und dass die Einschränkung von Anreizprogrammen den Wettbewerb behindern und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken würde. Während die Gesetzgeber den CLARITY Act weiterentwickeln, deutet der entstehende Rahmen darauf hin, dass Washington bereit sein könnte, Stablecoin-Prämien zu tolerieren – solange diese nicht wie verzinste Konten funktionieren.
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