Wichtiger US-Krypto-Gesetzentwurf könnte die Aufsicht neu gestalten und das Vertrauen in den Markt wiederherstellen
Senatorin Cynthia Lummis hat angedeutet, dass der Kongress innerhalb der nächsten zwei Wochen endlich das seit langem diskutierte Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes verabschieden könnte – eine Entwicklung, die den bislang bedeutendsten Schritt in Richtung einer formellen Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA darstellen würde.
Die Gesetzgebung soll jahrelange regulatorische Unklarheiten beseitigen und einheitliche Regeln für Kryptowährungen, Handelsplattformen und Verwahrer digitaler Vermögenswerte schaffen.
Ein Rahmenwerk, das jahrelange Verwirrung beenden soll
Im Mittelpunkt des Gesetzentwurfs steht ein einfaches Ziel: zu definieren, was digitale Vermögenswerte eigentlich sind. Seit Jahren sind sich die Bundesbehörden uneinig darüber, ob Token als Wertpapiere oder als Rohstoffe behandelt werden sollten – ein Konflikt, der am deutlichsten in dem langjährigen Rechtsstreit der SEC mit Ripple zum Ausdruck kam. Die bevorstehende Gesetzgebung zielt darauf ab, diese Grauzone zu beseitigen, indem explizite Klassifizierungen geschaffen und entsprechende Aufsichtsaufgaben zugewiesen werden.
Nach der vorgeschlagenen Struktur würde die Commodity Futures Trading Commission Vermögenswerte regulieren, die als Rohstoffe gelten, während die Securities and Exchange Commission für Token zuständig wäre, die als Wertpapiere eingestuft werden. Diese Aufteilung soll den anhaltenden Kompetenzstreit zwischen den beiden Behörden beenden und Entwicklern, Börsen und Investoren ein vorhersehbares Compliance-Handbuch an die Hand geben.
Verhinderung eines weiteren FTX
Der Gesetzentwurf zielt auch darauf ab, eine Wiederholung der katastrophalen Ausfälle zu verhindern, die die Branche heimgesucht haben – insbesondere den Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022. Die Gesetzgeber haben deutlich gemacht, dass ein Teil der Motivation hinter dem neuen Rahmen darin besteht, strengere Standards für Börsen, Verwahrstellen und Broker einzuführen, einschließlich klarerer Regeln für den Verbraucherschutz, die Finanzberichterstattung und die operative Transparenz.
Steuerrichtlinien, Verpflichtungen zur Bekämpfung der Geldwäsche und klarere Lizenzierungsregeln werden voraussichtlich ebenfalls Teil des Pakets sein.
Was bedeutet das für den Markt?
Wenn der Gesetzentwurf verabschiedet wird, könnte dies einen Wendepunkt für den US-Kryptosektor bedeuten. Ein einheitliches Regelwerk würde wahrscheinlich das Vertrauen der Anleger stärken, institutionelles Kapital anziehen und die Häufigkeit von Betrug und Marktmanipulationen verringern – Probleme, die aufgrund der unklaren Rechtslage bisher weit verbreitet waren.
Analysten glauben, dass ein strukturiertes regulatorisches Umfeld den USA endlich eine wettbewerbsfähige Position bei der globalen Innovation im Bereich digitaler Vermögenswerte verschaffen könnte, anstatt den Markt von Fall zu Fall mit regulatorischen Auseinandersetzungen zu konfrontieren.
Zum ersten Mal seit Jahren scheint eine umfassende Krypto-Gesetzgebung nicht nur möglich, sondern sogar unmittelbar bevorstehend zu sein.

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