Richter entscheidet, dass Bored Ape NFTs und ApeCoin keine Wertpapiere sind
Ein US-Bundesrichter hat eine langjährige Investorenklage gegen Yuga Labs, das Unternehmen hinter dem Bored Ape Yacht Club (BAYC) und ApeCoin, abgewiesen und entschieden, dass weder dessen NFTs noch die damit verbundenen Token nach amerikanischem Recht als Wertpapiere gelten.
In der 2022 eingereichten Klage wurde behauptet, dass Yuga nicht registrierte Wertpapiere unrechtmäßig verkauft und Investoren hinsichtlich des Gewinnpotenzials getäuscht habe. Richter Fernando M. Olguin aus Kalifornien kam jedoch zu dem Schluss, dass die Kläger den Howey-Test, den von der SEC zur Definition von Investmentverträgen verwendeten Rechtsrahmen, nicht erfüllt hätten.
Gericht weist Wertpapierklagen ab
Olguin schrieb, dass BAYC-NFTs als digitale Sammlerstücke mit Mitgliedervorteilen und nicht als Spekulationsinstrumente vermarktet wurden. Die Beklagten hoben zwar Vorteile wie Zugang und Teilnahme an der Community hervor, doch diese stellten keine Versprechen finanzieller Renditen dar. „Aussagen über Preise und Handelsvolumina allein reichen nicht aus, um eine Gewinnerwartung zu begründen“, heißt es in der Entscheidung.
Der Richter wies auch die Behauptung zurück, dass Yuga ein „gemeinsames Unternehmen“ gegründet habe, bei dem die Gewinne der Anleger an die laufenden Bemühungen des Unternehmens gebunden seien. Im Gegensatz zu traditionellen Wertpapieren waren mit BAYC-NFTs einmalige Prägegebühren verbunden, ohne dass eine direkte finanzielle Verbindung zwischen Yuga und den Sekundärmarktwerten bestand.
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Auswirkungen auf NFTs und Regulierung
Die Entscheidung schränkt die Befugnisse der SEC in Bezug auf nicht fungible Token ein und bekräftigt frühere Urteile, wonach die meisten NFTs nicht unter das Wertpapierrecht fallen, wenn sie als Verbrauchsgüter vermarktet werden. Der Anwalt von Consensys, Bill Hughes, sagte, der Fall unterstreiche, wie sich NFTs strukturell von Token unterscheiden, die Kapital durch das Vertrauen der Anleger beschaffen.
Für die Branche insgesamt schafft die Abweisung einen Präzedenzfall, der das Risiko von Sammelklagen im Zusammenhang mit Sammlerprojekten begrenzt. Sie verdeutlicht jedoch auch die Schwierigkeit für die Regulierungsbehörden, das Wertpapierrecht auf neue digitale Vermögenswerte auszuweiten.
Angesichts der verschärften Durchsetzung der Vorschriften im Kryptosektor durch die SEC signalisiert dieses Urteil, dass die Gerichte weiterhin eine klare Grenze zwischen digitalen Sammlerstücken und Finanztiteln ziehen könnten – eine Unterscheidung, die die Zukunft von NFT-Projekten in den Vereinigten Staaten prägen könnte.

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