Britische Aufsichtsbehörden geben grünes Licht: Privatanleger können nun Krypto-ETPs kaufen
Großbritannien hat einen wichtigen Schritt in Richtung Mainstream-Krypto-Investitionen gemacht, da Privatanleger nun Zugang zu börsengehandelten Produkten (ETPs) für Bitcoin und Ethereum haben.
Dies folgt auf die kürzlich erfolgte Aufhebung eines vierjährigen Verbots durch die Financial Conduct Authority (FCA), das solche Produkte auf professionelle Kunden beschränkte.
Am Montag haben mehrere Unternehmen Angebote an der Londoner Börse lanciert. 21Shares führte ETPs mit Staking-Optionen für Ethereum ein und senkte die Gebühren für einige Produkte auf 0,1 %, was einen Schritt in Richtung einer breiteren Zugänglichkeit für Privatanleger darstellt.
CEO Russell Barlow bezeichnete die Einführung als „Meilenstein”, der gewöhnlichen Anlegern die Tür öffnet, betonte jedoch, dass dies nur die erste Phase beim Aufbau eines inklusiveren Krypto-Rahmens in Großbritannien sei.
Andere Unternehmen folgten schnell. WisdomTree notierte physisch gedeckte Bitcoin- und Ethereum-ETPs mit Gebühren zwischen 0,15 % und 0,35 % und unterstrich damit die wachsende Nachfrage nach regulierten Krypto-Anlageinstrumenten. Auch Bitwise und BlackRock stellten ihre Produkte vor, wobei Bitwise die Gebühr für sein Core Bitcoin ETP vorübergehend auf 0,05 % senkte, während BlackRock betonte, dass diese Notierungen einen sicheren Einstiegspunkt für eine Privatanlegerbasis bieten, die voraussichtlich vier Millionen Anleger umfassen wird.
Die FCA hatte ursprünglich den Zugang von Privatanlegern zu Krypto-Derivaten und ETNs im Jahr 2021 unter Berufung auf Verbraucherschutzbedenken verboten. Professionelle Anleger erhielten Anfang 2024 wieder einen begrenzten Zugang, aber diese jüngste Änderung ermöglicht es nun auch normalen Anlegern, über regulierte Broker, steuerbegünstigte Konten und Standard-Investmentplattformen teilzunehmen. Dieser Schritt bringt das Vereinigte Königreich näher an globale Märkte wie die USA, Kanada und die EU heran, während umfassendere Beschränkungen für Krypto-Derivate bestehen bleiben.
Das Vereinigte Königreich verfolgt weiterhin einen schrittweisen Ansatz bei der Regulierung von Kryptowährungen und schafft so ein Gleichgewicht zwischen Innovation und finanzieller Stabilität. Bis 2026 werden umfassende Regulierungsrahmen für Stablecoins, Handelsplattformen, Verwahrung, Kreditvergabe und Staking erwartet, wodurch das Land zu einem potenziellen Zentrum für digitale Vermögenswerte wird.

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