SEC macht den Weg frei für liquide Einsätze in ETFs und weckt Optimismus in der Branche
Ein neues Strategie-Update der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) weckt Hoffnungen, dass das liquide Staking in Spot-Krypto-ETFs - insbesondere in solchen, die an Ethereum gebunden sind - bald erlaubt sein könnte.
Die von der Abteilung für Unternehmensfinanzierung der SEC herausgegebene Anleitung vom 5. August besagt, dass Liquid Staking-Vereinbarungen unter bestimmten Bedingungen keine Wertpapierangebote darstellen.
Liquide Staking-Tokens gewinnen an regulatorischem Boden
Der Leitfaden stellt klar, dass Staking Receipt Tokens (SRTs) – die Ansprüche auf eingesetzte Kryptowährungen und deren Belohnungen darstellen – keine Wertpapiere sind, wenn sie als einfacher Einlagenachweis strukturiert sind. Die SEC stellte fest, dass in Fällen, in denen die Anbieter nur administrative Funktionen wahrnehmen, ohne Entscheidungen über den Einsatz zu treffen oder die Bedingungen für die Belohnung festzulegen, kein Anlagevertrag im Sinne des Howey-Tests vorliegt.
Liquid Staking Tokens (LSTs), die häufig zur Aufrechterhaltung der Liquidität von On-Chain-Positionen verwendet werden, fallen unter diese Kategorie. Diese Token ermöglichen es den Inhabern, auf die Einsatzprämien zuzugreifen und gleichzeitig ihr Vermögen für andere Finanzoperationen wie Handel oder Sicherheitenverwaltung zu verwenden, ohne die Einsatzposition auflösen zu müssen.
Die Reaktion der Branche und die Auswirkungen auf die ETF
Nate Geraci, Mitbegründer von The ETF Institute, begrüßte die Entscheidung und bezeichnete sie als wichtigen Durchbruch für die Zukunft der Ethereum-Spot-ETFs. Laut Geraci können LSTs eine wichtige regulatorische Hürde – die Verwaltung der Liquidität innerhalb von ETF-Portfolios – lösen, indem sie das Staking-Engagement ermöglichen, ohne Vermögenswerte zu binden.
Lucas Bruder, CEO von Jito Labs, lobte den nuancierten Ansatz der SEC. Sein Team traf sich Anfang des Jahres mit SEC-Beamten, um zu erläutern, wie LSTs innerhalb von ETFs funktionieren könnten, ohne gegen Wertpapiergesetze zu verstoßen. Er geht nun davon aus, dass vollständig abgesicherte Krypto-ETFs, die LSTs verwenden, schließlich zu den gängigen Finanzprodukten gehören werden.
Vorsichtige Befürwortung, kein Freifahrtschein
Die aktualisierte Haltung der SEC ist zwar ein positives Signal für DeFi und auf Staking fokussierte Produkte, hat aber auch ihre Grenzen. Die Behörde betonte, dass die Leitlinien nur für Anbieter gelten, die innerhalb eng definierter administrativer Rollen arbeiten. Wenn ein Staking-Service mehr Ermessensspielraum erhält oder die in der Erklärung skizzierte Grundstruktur verändert, kann er immer noch unter die Wertpapierregulierung fallen.
Darüber hinaus ist der Sekundärhandel mit SRTs unter den beschriebenen Bedingungen zwar ebenfalls von der Registrierung ausgenommen, doch gilt diese Ausnahme nicht generell. Anbieter und Entwickler müssen weiterhin sorgfältig prüfen, ob ihre Modelle innerhalb der definierten regulatorischen Leitplanken bleiben.
Das größere Bild
Diese Entwicklung baut auf einer wachsenden Zahl von SEC-Erklärungen auf, die einen verfeinerten Ansatz für die Krypto-Regulierung signalisieren – insbesondere, wenn es darum geht, die Kerninfrastruktur von den Investitionsmodellen zu trennen. Mit der zunehmenden Legitimität des liquiden Einsatzes sieht eine Zukunft, in der Ethereum-Spot-ETFs Einsatzprämien anbieten, immer wahrscheinlicher aus.
Die vollständige Zulassung wird jedoch davon abhängen, dass die ETF-Emittenten bei der Markteinführung dieser innovativen Produkte für Transparenz, eine angemessene Struktur und einen Dialog mit den Regulierungsbehörden sorgen.

Füllen Sie die erforderlichen Felder aus und veröffentlichen Sie die Veröffentlichung.