So sollte ein Krypto-Portfolio laut Investmentmanager aussehen
Ric Edelman, einer der einflussreichsten Experten für persönliche Finanzen, hat seine Haltung zur Allokation von Kryptowährungen grundlegend überdacht. Nach Jahren vorsichtigen Optimismus ist er nun der Meinung, dass digitale Vermögenswerte einen weitaus größeren Anteil an Anlageportfolios verdienen als jemals zuvor.
Im Jahr 2021 empfahl Edelman Anlegern, nur 1% ihres Portfolios in Kryptowährungen zu investieren. Damals war die Landschaft der digitalen Vermögenswerte noch von regulatorischer Unsicherheit und Skepsis hinsichtlich ihrer langfristigen Akzeptanz geprägt. Vier Jahre später empfiehlt Edelman nun eine Allokation von bis zu 40%.
„Heute sage ich 40%, das ist erstaunlich“, sagte Edelman gegenüber CNBCs Crypto World und räumte damit eine dramatische Kehrtwende in seiner eigenen Anlagephilosophie ein. Seiner Meinung nach spiegelt diese Veränderung nicht nur Markttrends wider, sondern auch einen vollständigen Wandel in der Wahrnehmung von Kryptowährungen in der Finanzwelt insgesamt.
Warum Kryptowährungen jetzt eine größere Rolle spielen
Edelman führt seine Kehrtwende auf die Reifung der Branche zurück. Die wichtigsten Zweifel von vor vier Jahren – wie die Gefahr staatlicher Verbote, Fragen zur Zukunftsfähigkeit der Blockchain und die mangelnde Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit – sind weitgehend ausgeräumt. Bitcoin ist mittlerweile weithin akzeptiert, und das Engagement institutioneller Anleger nimmt weiter zu.
Einer der deutlichsten Indikatoren für diesen Wandel ist das explosive Wachstum von Bitcoin-ETFs, die in diesem Jahr Zuflüsse in Milliardenhöhe verzeichneten. Für Edelman ist dies ein Beweis dafür, dass Kryptowährungen keine Randinvestition mehr sind, sondern mittlerweile ein fester Bestandteil moderner Portfolios.
Das Ende des 60/40-Modells
Edelman stellt auch traditionelle Portfoliostrukturen in Frage. Das seit langem etablierte 60/40-Modell für Aktien und Anleihen sei in einer Welt, in der die Menschen länger leben und höhere langfristige Renditen benötigen, überholt. Angesichts einer Lebenserwartung in den USA, die in den kommenden Jahrzehnten möglicherweise 100 Jahre erreichen wird, müssen Strategien für den Ruhestand überdacht werden.
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„Sie müssen bessere Renditen erzielen als mit Anleihen und Aktien länger halten als je zuvor“, so Edelman. In dieser neuen Realität sind Kryptowährungen nicht nur ein Spekulationsobjekt, sondern ein notwendiges Instrument für das Wachstum und die Diversifizierung von Portfolios.
Kryptowährungen als Portfolio-Verbesserer
Was Kryptowährungen besonders wertvoll macht, ist laut Edelman ihre fehlende Korrelation mit traditionellen Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen oder Gold. Diese Unabhängigkeit macht digitale Vermögenswerte zu einem starken Kandidaten für die Verbesserung der Gesamtperformance eines Portfolios auf Basis der modernen Portfoliotheorie.
„Die Anlageklasse der Kryptowährungen bietet die Möglichkeit, höhere Renditen zu erzielen, als Sie mit praktisch jeder anderen Anlageklasse erzielen können“, erklärte er.
Konservative, aber optimistische Prognosen
Edelman gibt zwar keine konkreten Prognosen ab, verweist jedoch auf Kursziele von Analysten, die davon ausgehen, dass Bitcoin bis zum Jahresende $150,000 bis $250,000 und bis zum Ende des Jahrzehnts sogar $500,000 erreichen könnte. Bemerkenswert ist, dass er diese Schätzungen im Vergleich zu anderen Markterwartungen als „konservativ“ bezeichnet.


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