360 Milliarden Dollar an Bankeneinnahmen in Gefahr, während der Kongress über Stablecoin-Prämien debattiert

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US-Banken haben in Washington eine erneute Lobbykampagne gestartet, um die Vorschriften für Stablecoin-Prämien zu verschärfen. Sie argumentieren, dass kryptobasierte Anreize die Grundlagen des traditionellen Bankgeschäfts gefährden.

Laut Angaben von Branchenverbänden könnte die Erlaubnis für digitale Dollar-Emittenten, renditeähnliche Vorteile anzubieten, die Einnahmequellen untergraben, die seit langem durch Einlagen und alltägliche Zahlungsaktivitäten gesichert sind.

Milliarden an Bankeneinnahmen unter Druck

Im Mittelpunkt des Streits steht ein Einnahmenpool von über 360 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Ein großer Teil davon stammt aus Interbankenentgelten, oft auch als Swipe-Gebühren bezeichnet, die Banken erheben, wenn Verbraucher Kreditkarten verwenden. Diese Gebühren, die in der Regel zwischen zwei und drei Prozent pro Transaktion liegen, generieren jährlich rund 187 Milliarden US-Dollar. Obwohl ein Teil dieses Geldes für Prämien für Karteninhaber verwendet wird, gleichen Händler die Kosten in der Regel durch Preiserhöhungen aus und verteilen sie so auf die Verbraucher.

Eine weitere wichtige Einnahmequelle sind die Zinsen auf die bei der Federal Reserve gehaltenen Reserven. US-Banken halten insgesamt fast 3 Billionen Dollar bei der Fed, was ihnen relativ risikofreie Einnahmen in Höhe von rund 176 Milliarden Dollar einbringt. Aus Sicht der Bankenbranche könnten Stablecoins, die mit dem Halten von Guthaben verbundene Prämien oder Anreize bieten, Gelder aus den Einlagen abziehen und diese verlässliche Einnahmequelle untergraben.

Banken drängen den Kongress, vermeintliche Lücken zu schließen

Die American Bankers Association hat zusammen mit mehr als fünfzig Bankenverbänden auf Bundesstaatenebene die Gesetzgeber offiziell aufgefordert, die gesetzliche Definition von Stablecoin-Prämien zu überarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei der im Juli 2025 verabschiedete GENIUS Act, der es Emittenten von Stablecoins verbietet, direkt oder indirekt Zinsen zu zahlen.

Bankengruppen argumentieren, dass diese Regel in der Praxis verwässert wird. Viele Krypto-Plattformen haben über Partnerunternehmen oder Treueprogramme strukturierte Prämienprogramme eingerichtet, die sie als Anreize und nicht als Zinsen bezeichnen. Nach der aktuellen Auslegung können diese Vereinbarungen fortgesetzt werden, was die Banken als unfaire Umgehungslösung bezeichnen, die es Krypto-Unternehmen ermöglicht, um Kundenguthaben zu konkurrieren, ohne denselben regulatorischen Auflagen zu unterliegen.

Um dem entgegenzuwirken, möchten die Banken, dass der Kongress in der kommenden Gesetzgebung zur Marktstruktur eine ausdrückliche Formulierung hinzufügt, die klarstellt, dass Affiliate-basierte Prämien unter dasselbe Verbot fallen. Sie argumentieren, dass ein Versäumnis diesbezüglich regulierte Institutionen benachteiligt und Verbraucher Risiken aussetzt, die außerhalb des traditionellen Sicherheitsnetzes liegen.

Krypto-Unternehmen warnen vor eingeschränktem Wettbewerb

Die Krypto-Branche hat sich vehement dagegen gewehrt. Unternehmen wie Coinbase argumentieren, dass ein Verbot von Prämien in erster Linie die Gewinne der etablierten Banken schützen würde, anstatt den Verbrauchern zu nützen. Aus ihrer Sicht sind Anreize ein legitimes Mittel, um im Wettbewerb zu bestehen und die Akzeptanz zu fördern, und keine versteckte Form von Zinsen.

Führungskräfte aus der Krypto-Branche warnen außerdem davor, dass strengere Vorschriften in den USA unbeabsichtigte Folgen haben könnten und Innovationen, Kapital und Talente in andere Länder treiben könnten, in denen Stablecoin-Emittenten Renditen anbieten dürfen. Ihrer Ansicht nach geht es bei der Debatte weniger um Verbraucherschutz als vielmehr darum, wer in einer sich schnell entwickelnden Zahlungslandschaft die Kontrolle über die täglichen Finanzgeschäfte hat.

Während der Gesetzgeber mögliche Änderungen abwägt, entwickelt sich der Streit um Stablecoin-Prämien zu einem umfassenderen Wettstreit zwischen traditioneller Finanzwirtschaft und Kryptowährungen, bei dem es um jährliche Einnahmen in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar und die Zukunft des digitalen Zahlungsverkehrs geht.

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Alexander arbeitet seit drei Jahren in der Krypto-Industrie und hat sich in dieser Zeit durch seine aktive Beteiligung an der Beobachtung der Marktdynamik und technologischen Innovationen einen Namen gemacht. Sein Interesse an Kryptowährungen und neuen Technologien ist nicht nur eine berufliche Verpflichtung, sondern eine tiefe persönliche Leidenschaft. Er verfolgt täglich die Nachrichten aus der Branche, analysiert Trends und ist begeistert von jedem neuen Schritt in der Entwicklung von Blockchain-Lösungen. Sein Enthusiasmus treibt ihn dazu an, ständig zu lernen und sein Wissen zu teilen, da er die Zukunft in der digitalen Finanzwelt und deren Rolle in der globalen Transformation sieht.
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