Die Federal Reserve entschied sich, wie von den meisten erwartet, für eine Beibehaltung der Zinssätze.
Diese Entscheidung fällt in eine Zeit erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit. Veränderungen in der Handelspolitik unter der Trump-Administration, weit verbreitete Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst und allgemeiner finanzieller Druck haben Bedenken hinsichtlich einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik geweckt.
Obwohl die Zeit nach den Wahlen zunächst Optimismus auslöste, deuten wichtige Indikatoren nun darauf hin, dass Konsumausgaben und Beschäftigungsaufbau an Schwung verlieren. Die Bemühungen um einen Abbau der staatlichen Aktivitäten, angeführt von Elon Musks Department of Government Efficiency (DOGE), haben diese Herausforderungen verschärft, insbesondere in Regionen, die von Bundesbeschäftigung abhängig sind.
Auch die Finanzmärkte reagierten scharf. Der S&P 500 rutschte kürzlich in den Korrekturbereich ab und verzeichnete einen Rückgang von 10% gegenüber seinem jüngsten Höchststand – den stärksten Rückgang seit drei Jahren. Anleger bleiben besorgt hinsichtlich der langfristigen Folgen der aktuellen Politik, die den weiteren Weg der Fed erschwert.
Der ehemalige Finanzminister Larry Summers äußerte sich zur Situation und bezeichnete sie als eine besondere Herausforderung für die Zentralbanker. Er wies darauf hin, dass steigende Importkosten und sinkende Beschäftigung einen „stagflationären Schock“ auslösen, eine Einschätzung, die auch mehrere Finanzexperten bei der Bewertung der Wirtschaftslage teilen.
Die Ängste der Anleger vor wirtschaftlicher Stagnation und Rezession ließen nach, als die Federal Reserve ihren Plan für zwei Zinssenkungen in diesem Jahr bekräftigte.
Die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit treibt Investoren und Zentralbanken in Richtung Gold, und die Angst vor einer Schwächung des US-Dollars treibt die Nachfrage nach dem Edelmetall an, sagt Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei Goldman Sachs.
Der US-Senat hat mit der Verabschiedung eines von den Republikanern unterstützten Ausgabengesetzes einen entscheidenden Schritt zur Abwendung eines Regierungsstillstands getan.
Der Verbraucherpreisindex (PPI) für die Endnachfrage blieb im Februar unverändert, nachdem er im Januar um 0.6% und im Dezember um 0.5% gestiegen war. In den vergangenen 12 Monaten ist der Index um 3.2% gewachsen.