VanEck verfeinert den Avalanche-ETF-Vorschlag mit einer Staking-Funktion
VanEck kommt der Einführung eines an Avalanche gekoppelten börsengehandelten Fonds auf dem US-Markt näher und hat einen weiteren überarbeiteten Registrierungsantrag eingereicht, um das Produktdesign im Vorfeld einer möglichen behördlichen Entscheidung weiter zu verfeinern.
Die jüngste Änderung der Fondsregistrierung skizziert einen detaillierteren operativen Rahmen und signalisiert Fortschritte in den Gesprächen mit den Regulierungsbehörden. Bei Genehmigung würde das Produkt unter dem Tickersymbol VAVX an der Nasdaq notiert und ein direktes Engagement im nativen Token von Avalanche, AVAX, ermöglichen.
VanEcks Vorschlag unterscheidet sich von früheren Krypto-ETFs durch seinen Staking-Ansatz. Anstatt den Fonds auf passives Kurs-Tracking zu beschränken, ermöglicht die Struktur das aktive Staking eines erheblichen Teils seiner AVAX-Bestände. Dadurch kann der ETF On-Chain-Rewards generieren, wobei Coinbase Crypto Services für die Verwaltung der Staking-Operationen verantwortlich ist.
Durch die Integration des Stakings in den Fonds selbst kombiniert VanEck effektiv Spot-Markt-Exposure mit der Teilnahme auf Protokollebene. Dieses Design führt zu einer zusätzlichen Renditekomponente, schafft aber auch ein anderes Risikoprofil im Vergleich zu herkömmlichen Spot-Krypto-ETFs, die typischerweise eine direkte Interaktion mit Blockchain-Netzwerken vermeiden.
Neben den strukturellen Änderungen hat VanEck eine transparente Gebührenstrategie dargelegt. Die vorgeschlagene Managementgebühr von 0,30 % soll langfristig wettbewerbsfähig sein und nicht auf kurzfristige Gebührennachlässe setzen, um anfängliche Kapitalzuflüsse zu generieren. Dieser Ansatz deutet darauf hin, dass das Unternehmen das Produkt als nachhaltiges Angebot und nicht als kurzfristige Markteroberung positioniert.
Obwohl die Genehmigung keineswegs sicher ist, deutet die Tatsache, dass VanEck mehrere Änderungsanträge eingereicht hat, auf einen fortlaufenden Dialog mit der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hin. Wiederholte Überarbeitungen lassen oft darauf schließen, dass ein Emittent auf regulatorische Fragen zu Verwahrung, Offenlegung und betrieblichen Sicherheitsvorkehrungen reagiert.
Generell spiegelt die Einreichung eine Weiterentwicklung in der Konzeption von Krypto-ETFs wider. Emittenten konkurrieren nicht mehr ausschließlich über den Preis, sondern experimentieren mit Möglichkeiten, Blockchain-basierte Funktionen in regulierte Anlageprodukte zu integrieren. Ob die US-Regulierungsbehörden bereit sind, diesen nächsten Schritt zu genehmigen, bleibt die größte Unsicherheit.
Sollte der Avalanche ETF letztendlich zugelassen werden, könnte er einen wichtigen Präzedenzfall für Staking-fähige Fonds schaffen, die an andere Proof-of-Stake-Netzwerke angebunden sind. Bis dahin dient der Vorschlag als Testfall dafür, inwieweit traditionelle ETF-Strukturen an die Funktionsweise dezentraler Netzwerke angepasst werden können.

Füllen Sie die erforderlichen Felder aus und veröffentlichen Sie die Veröffentlichung.