Circle mit neuer Emission von USDC-Token – Experten prognostizieren Umsatzwachstum
Die neue Emission von USDC und der wachsende regulatorische Druck in Washington rücken Stablecoins in das Zentrum eines strategischen Kampfes, der die Ertragsmodelle in der Krypto-Industrie neu ordnen könnte.
Circle hat laut Daten von Arkham neue 500 Millionen USD in USDC emittiert, während die Einnahmen von Coinbase aus Stablecoins zu einem zentralen Geschäftstreiber werden.
ALERT: CIRCLE MINTED $500M USDC pic.twitter.com/y7S772oFPx
— Arkham (@arkham) February 23, 2026
Eine Analyse von Bloomberg Intelligence stellt fest, dass die Stablecoin-Einnahmen von Coinbase – die an die Aufteilung der Zinserträge aus den USDC-Reserven in Partnerschaft mit Circle gebunden sind – um das Zwei- bis Siebenfache steigen könnten, wenn sich die Nutzung von USDC im Zahlungsverkehr beschleunigt.
Im Jahr 2025 machten Stablecoins 19 % des Gesamtumsatzes von Coinbase aus. Das Unternehmen erwirtschaftete im Laufe des Jahres rund 1,35 Milliarden USD an Stablecoin-Einnahmen, verglichen mit 911 Millionen USD im Jahr 2024. Allein im vierten Quartal 2025 beliefen sich die Stablecoin-Einnahmen auf 364 Millionen USD.
Dies geschieht trotz eines gemeldeten Nettoverlusts von 667 Millionen USD für das vierte Quartal 2025. Im Gegensatz zu den volatilen Handelsgebühren erweisen sich die Zinserträge auf USDC-Guthaben als stabilere und hochrentable Position in der Bilanz der Börse.
Stablecoins verlassen die Nische
Die Nutzung von Stablecoins erreichte im Jahr 2025 Rekordmaße. Das gesamte Transaktionsvolumen überschritt 33 Billionen USD, wobei USDC etwa 18,3 Billionen USD verzeichnete und damit Tether (USDT) überholte, obwohl Tether bei der Marktkapitalisierung weiterhin führt.
Das Wachstum der Nutzung rückt Stablecoins jedoch in das Zentrum einer politischen und regulatorischen Debatte. Im Juli 2025 unterzeichnete Präsident Donald Trump den GENIUS Act, der einen bundesweiten Rahmen für Zahlungs-Stablecoins schuf und Emittenten ausdrücklich untersagte, Zinsen oder Renditen an Inhaber auszuzahlen.
Die Bankenlobby unterstützte diese Bestimmung mit dem Argument, dass ertragsbringende Stablecoins Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem abziehen könnten.
Der Kampf um die Rendite
Im Rahmen der Verhandlungen über den Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act wird eine Ausweitung des Verbots diskutiert, sodass es auch Nicht-Emittenten-Partner umfassen würde – einschließlich Börsen wie Coinbase –, die „Belohnungen“ (Rewards) anbieten, die aus den Zinserträgen der Reserven finanziert werden.
Laut einer ersten Version des Senatstextes könnte die Möglichkeit von Coinbase eingeschränkt werden, einen Teil dieser Erträge mit den Nutzern zu teilen. Im Januar zog das Unternehmen seine Unterstützung für den Gesetzentwurf zurück und protestierte gegen solche Einschränkungen.
Coinbase erhält einen Anteil an den Zinserträgen aus den USDC-Reserven über seine Vereinbarung mit Circle, wobei die Verteilung vom Volumen der verbreiteten USDC abhängt.
CEO Brian Armstrong erklärte gegenüber Investoren, dass das Unternehmen im Falle eines Verbots von Belohnungszahlungen durch den Kongress einen größeren Teil des Ertragsanteils einbehalten würde – was die Margen im Stablecoin-Bereich erhöhen würde, jedoch zu Lasten der Nutzerrendite ginge.
Der Stablecoin-Sektor entwickelt sich zunehmend zu einer strategischen Infrastruktur für den Zahlungsverkehr und nicht mehr nur zu einem Werkzeug für den Kryptohandel. Die Frage, wer die Rendite aus den Reserven erhält, zeichnet sich jedoch als die nächste zentrale Spannungslinie zwischen der Industrie, den Banken und den Gesetzgebern in Washington ab.
Erfahren Sie mehr: Die besten Coin-Launches 2026

Füllen Sie die erforderlichen Felder aus und veröffentlichen Sie die Veröffentlichung.