Gesetzgeber wollen Bitcoin durch Steuerzahlungen in den US-Staatshaushalt aufnehmen
Ein neuer Gesetzentwurf, der im US-Repräsentantenhaus eingebracht wurde, bringt das Land näher denn je an die formelle Einführung von Bitcoin auf Bundesebene.
Der Abgeordnete Warren Davidson hat den „Bitcoin for America Act“ vorgestellt, einen Vorschlag, der es Bürgern ermöglichen würde, ihre Bundessteuern direkt in BTC zu begleichen – und diese Bitcoin direkt in die sich entwickelnden strategischen Reserven des Landes umzuleiten.
Die strategische Bitcoin-Reserve in einen Wachstumsmotor verwandeln
Anfang 2025 richteten die USA eine strategische Bitcoin-Reserve ein, die mit mehr als 200.000 BTC gefüllt ist, die im Laufe der Jahre durch straf- und zivilrechtliche Maßnahmen beschlagnahmt wurden. Bislang war diese Reserve weitgehend ein passiver Bestand.
Davidsons Gesetzentwurf würde dies ändern.
Jede in BTC geleistete Steuerzahlung würde automatisch der Reserve hinzugefügt werden, wodurch diese zu einem Instrument der langfristigen Vermögensbildung statt zu einem statischen Tresor werden würde. Anstatt beschlagnahmte Coins zu verkaufen, würden die USA ihre souveräne Bitcoin-Position durch die freiwillige Beteiligung der Steuerzahler ausbauen.
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Steuerzahler erhalten einen großen Anreiz: keine Kapitalerträge
Eines der größten Hindernisse für die Verwendung von Bitcoin für Zahlungen sind die steuerlichen Komplikationen – jede Überweisung löst in der Regel Kapitalerträge aus.
Davidsons Vorschlag beseitigt diese Hürde für Bundessteuerzahlungen vollständig. Gemäß dem Gesetzentwurf
- würde die Zahlung von Steuern in BTC keine Kapitalerträge oder -verluste verursachen.
- Die IRS würde Bitcoin einfach zu seinem Echtzeit-Marktpreis bewerten.
Befürworter argumentieren, dass dies den Amerikanern endlich eine praktische Möglichkeit bietet, BTC ohne steuerliche Reibungsverluste zu nutzen und gleichzeitig die Bilanz des Bundes zu stärken.
Warum Befürworter sagen, dass die USA Bitcoin akkumulieren sollten
Analysten des Bitcoin Policy Institute und anderer Pro-BTC-Gruppen sagen, dass Bitcoin als langfristige Makro-Absicherung fungieren und den USA eine wertsteigernde, nicht inflationäre Reservewährung bieten könnte. Einige Modelle legen nahe, dass selbst wenn nur 1 % aller Bundessteuern jedes Jahr in Bitcoin gezahlt würden, die wirtschaftlichen Auswirkungen in den nächsten 20 Jahren erheblich sein könnten.
Teil einer größeren Bitcoin-Offensive in Washington
Der Bitcoin for America Act baut auf früheren Bemühungen von Gesetzgebern wie Senatorin Cynthia Lummis auf, die sich seit langem für die Integration von Bitcoin in die finanzielle Infrastruktur des Bundes einsetzt. Davidsons Gesetzentwurf geht noch weiter, indem er Steuereinnahmen direkt mit der nationalen Anhäufung digitaler Vermögenswerte verknüpft – eine Veränderung, die Bitcoin als Instrument der Wirtschaftsstrategie und nicht nur als Investition positioniert.
Ob die Maßnahme genügend politische Unterstützung findet, ist noch ungewiss. Aber eines ist klar: Bitcoin rückt stetig aus dem Randbereich der US-Politik in den Mittelpunkt der langfristigen Bundesplanung.

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