Die Angst vor einem Handelskrieg kehrt zurück und löst einen Markteinbruch von über 1,5 Trillionen Dollar aus
Die weltweiten Aktienmärkte brachen am Freitag ein und verzeichneten allein bei US-Aktien einen Wertverlust von rund 1,65 Trillionen US-Dollar, da die Anleger aufgrund erneuter Befürchtungen hinsichtlich eines Handelskriegs vor Risiken zurückschreckten.
Der Abschwung begann im Technologie- und Konsumgütersektor, bevor er sich auf alle Bereiche ausweitete. Tesla, Amazon, Nvidia und Apple – vier der Schwergewichte der Wall Street – führten den Rückgang mit Verlusten zwischen 3 % und 5 % an. Der Einbruch zog die wichtigsten Indizes stark nach unten und bescherte dem S&P 500, dem Nasdaq und dem Dow Jones einen der schlechtesten Handelstage des Jahres.
Der Ausverkauf erfolgte, nachdem das Weiße Haus signalisiert hatte, dass bald neue Zölle auf chinesische Importe eingeführt werden könnten, was die Befürchtungen vor einem umfassenderen wirtschaftlichen Konflikt wieder aufflammen ließ. Diese Aussicht versetzte die Märkte, die ohnehin schon wegen der Inflation und der Unsicherheit hinsichtlich der Zinssätze nervös waren, in Aufruhr.
Selbst defensive Werte wie Johnson & Johnson und Procter & Gamble konnten sich dem Rückgang nicht entziehen, während Finanz- und Energieunternehmen ebenfalls von der Talfahrt betroffen waren. JPMorgan, ExxonMobil und Chevron verzeichneten alle deutliche Verluste, und Chiphersteller mussten einige der stärksten Einbrüche hinnehmen – AMD stürzte um über 7 % ab und vertiefte damit seinen jüngsten Einbruch.
Nur wenige Aktien konnten sich der Schwerkraft des Marktes entziehen. Walmart und Eli Lilly legten leicht zu und sorgten damit für eine leichte Entspannung inmitten des allgemeinen Verkaufsdrucks. Analysten beschrieben die Sitzung als „breite Kapitulation” und wiesen darauf hin, dass die starke Abhängigkeit des Nasdaq von Mega-Cap-Technologiewerten die Verluste des Tages noch verstärkte.
Während sich die Händler auf die nächste Woche vorbereiten, wird erwartet, dass die Volatilität hoch bleiben wird. Angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen Washington und Peking und der bevorstehenden Inflationsdaten dürfte es für Anleger kurzfristig wenig Raum für Ruhe geben. Der Einbruch am Freitag hat erneut gezeigt, dass politische Schlagzeilen nach wie vor die Märkte bewegen können.

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