Mit Trump verbundene Stablecoin wegen verspäteter Berichte unter Transparenzprüfung, warnt NYDIG
Das Team hinter USD1, einer Stablecoin, die vom mit der Trump-Familie verbundenen DeFi-Projekt World Liberty Financial eingeführt wurde, ist laut einem neuen Bericht von NYDIG in die Kritik geraten, weil es keine zeitnahen Aktualisierungen der Bescheinigungen vorgelegt hat, was eine wichtige Voraussetzung für Markttransparenz ist.
Anfang Oktober datiert der letzte Bestätigungsbericht von USD1 auf Juli, sodass Investoren seit mehr als zwei Monaten keine verifizierten Informationen über die Reservebestände haben. Greg Cipolaro, Global Head of Research bei NYDIG, sagte, dass die Verzögerung Anlass zur Sorge gibt, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern wie Circle’s USDC, das seine Reservereserven bis August veröffentlicht hat, und Tether, das weiterhin vierteljährlich berichtet.
„Für ein Projekt von der Größe von USD1 sind aktuelle Bescheinigungen unverzichtbar“, betonte Cipolaro in dem Bericht.
Die Rolle von BitGo und das Offshore-Risiko
Der Bericht stellt fest, dass BitGo Trust für die Verwahrung der Reserven von USD1 verantwortlich ist, während BitGo Technologies, der Emittent der Stablecoin, die Verzögerung bei der Berichterstattung noch nicht erklärt hat. Trotz dieser Lücke ist der Umlauf von USD1 auf 2,7 Milliarden US-Dollar gestiegen, was auf ein rasantes Wachstum in einem umkämpften Markt hindeutet.
Die On-Chain-Analyse von NYDIG zeigt jedoch, dass rund 78 % des Gesamtangebots von USD1 in Wallets liegen, die mit Offshore-Börsen verbunden sind, was darauf hindeutet, dass der Großteil der Akzeptanz außerhalb der USA stattfindet.
Regulatorische Risiken in Sicht
Mit Blick auf die Zukunft warnt NYDIG, dass die Struktur von USD1 unter dem bevorstehenden GENIUS Act, der voraussichtlich Anfang 2027 in Kraft treten wird, mit Compliance-Herausforderungen konfrontiert sein könnte. Die Gesetzgebung beschränkt die Ausgabe von Stablecoins auf Unternehmen, die Tochtergesellschaften von regulierten Banken oder staatlich zugelassenen Institutionen sind.
Da BitGo Technologies derzeit keiner dieser Kategorien angehört, könnten strukturelle Anpassungen erforderlich sein, um USD1 nach der Einführung des neuen Rahmens mit der Bundespolitik in Einklang zu bringen.
Der Bericht unterstreicht den wachsenden regulatorischen Druck auf bekannte Stablecoins, Echtzeit-Transparenz zu gewährleisten, insbesondere auf solche, die mit politisch einflussreichen Persönlichkeiten in Verbindung stehen und deren weltweite Verbreitung zunimmt.

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