US-Gesetzgeber nehmen El Salvador mit Krypto-Sanktionsplan ins Visier
Drei demokratische Senatoren - Chris Van Hollen, Tim Kaine und Alex Padilla - stellten einen Gesetzentwurf vor, mit dem El Salvadors Präsident Nayib Bukele und seine Verbündeten bestraft werden sollen.
Ihr Vorschlag fordert von Präsident Donald Trump rasche Sanktionen wegen angeblicher Bürgerrechtsverletzungen und fragwürdiger Bitcoin-Geschäfte der salvadorianischen Regierung.
Die Gesetzgebung unterstreicht die Besorgnis über den anhaltenden „Ausnahmezustand“ in Bukele, der laut Kritikern grundlegende Freiheiten beschneidet. Die Gesetzgeber weisen auch auf die Bitcoin-Aktivitäten El Salvadors hin und warnen davor, dass digitale Vermögenswerte die Korruption anheizen und helfen könnten, globale Sanktionen zu umgehen.
Die Sanktionen würden das Einfrieren von Vermögenswerten, die Beschränkung von Visa und die Einstellung der US-Finanzhilfe bedeuten. Die Senatoren argumentieren, dass amerikanische Steuergelder keine Institutionen unterstützen sollten, die beschuldigt werden, internationale Standards zu verletzen.
Gesetzentwurf fordert von El Salvador volle Transparenz bei Kryptowährungen
Innerhalb von 90 Tagen nach Verabschiedung des Gesetzentwurfs muss der Präsident eine Liste der betroffenen Personen veröffentlichen. In der Zwischenzeit muss der Außenminister eine detaillierte Aufschlüsselung der Nutzung digitaler Vermögenswerte in El Salvador veröffentlichen.
Dieser Bericht muss den Umfang der öffentlichen Bitcoin-Investitionen offenlegen und die für Transaktionen verwendeten Plattformen nennen. Er sollte auch Wallet-Adressen identifizieren, aufzeigen, wer die Gelder kontrolliert, und Schlupflöcher in den Krypto-Gesetzen des Landes untersuchen. Die Gesetzgeber wollen herausfinden, ob diese Lücken die Umgehung von Sanktionen oder den Missbrauch von öffentlichen Mitteln ermöglichen.
Bukele wehrt sich gegen US-Vorwürfe
Präsident Bukele schlug unmittelbar nach der Ankündigung zurück. Am 8. Juni spottete er auf X über den Vorschlag und unterstellte den Senatoren, von Ressentiments getrieben zu sein.
Trotz des Drucks aus Washington hält Bukele an Bitcoin als nationaler Strategie fest. Sein Trotz unterstreicht die wachsende Kluft zwischen El Salvadors Pro-Krypto-Haltung und den regulatorischen Bedenken der USA.
Dieser jüngste Gesetzentwurf verstärkt die Bemühungen der USA, die weltweite Verbreitung von Kryptowährungen zu überwachen und gegen vermeintliche Bedrohungen im Zusammenhang mit der digitalen Finanzwelt vorzugehen.

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