Analyseunternehmen erklärt, warum der Ausbruch von Bitcoin diesmal anders aussieht
Der Anstieg von Bitcoin auf ein neues Allzeithoch verläuft laut einem Bericht des Kryptoforschungs- und Investmentunternehmens Matrixport vom 11. Juli anders als frühere Erholungen.
Das Unternehmen argumentiert, dass die Rallye in erster Linie durch institutionelle Zuflüsse in Spot-ETFs angetrieben wird, und nicht durch spekulative Einzelhandelsaktivitäten oder fremdfinanzierten Handel.
In seinem jüngsten Bericht Matrix on Target hebt Matrixport hervor, dass seit der Auflegung im Januar 2024 $49 Milliarden in Bitcoin-Spot-ETFs geflossen sind, wobei sich die Dynamik seit Mitte April beschleunigt hat. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese anhaltende ETF-Nachfrage in Verbindung mit niedrigen Finanzierungssätzen und einer zurückhaltenden Beteiligung des Einzelhandels auf einen fundamental gesünderen Aufwärtstrend hindeutet.
„Im Gegensatz zu früheren Ausbrüchen weist diese Bewegung eine minimale Hebelwirkung und eine begrenzte Schaumbildung im Einzelhandel auf“, heißt es in dem Bericht. Das offene Interesse steigt stetig, jedoch ohne die aggressiven Finanzierungsspitzen, die typischerweise mit überhitzten Märkten einhergehen.
Matrixport verweist auch auf den makroökonomischen Rückenwind. Die Inflation hat sich trotz zollbedingter Befürchtungen in Grenzen gehalten, wobei die jüngsten Verbraucherpreisindizes bei oder unter 2.4% lagen. In der Zwischenzeit scheint die Federal Reserve zu Zinssenkungen zu tendieren, möglicherweise schon im September. Dem FOMC-Protokoll zufolge stieg Bitcoin um 2%, nachdem es auf der Juni-Sitzung Anzeichen für einen dovishen Schwenk gegeben hatte.
Ein weiterer wichtiger Katalysator könnte aus Washington kommen. Matrixport merkt an, dass der GENIUS Act – eine Gesetzgebung, die die Regulierung digitaler Vermögenswerte neu gestalten könnte – sich schnell durch den Kongress bewegt. In Kombination mit der historisch gesehen zinsbullischen Saisonalität des Juli stellen diese Entwicklungen eine seltene Konvergenz positiver Faktoren dar.
Matrixport kommt zu dem Schluss, dass sich dieser Ausbruch von früheren Erholungen abhebt, da er durch eine langfristige Spotnachfrage und nicht durch fremdfinanzierte Spekulationen angetrieben wird. Da wichtige politische Signale und VPI-Daten noch ausstehen, ist das Unternehmen der Ansicht, dass der Markt den Aufwärtstrend noch nicht vollständig eingepreist hat.

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