Kryptomarkt bricht ein, da Händler Hebelpositionen auflösen und ETF-Ströme sich umkehren
Der Kryptowährungsmarkt brach am Wochenende ein und verlor Milliarden an Wert, nachdem erneute Sorgen über die US-Geldpolitik eine Welle von Liquidationen ausgelöst hatten.
Bitcoin fiel unter 106.000 US-Dollar, während Ethereum auf rund 3.620 US-Dollar fiel, wobei beide innerhalb von 24 Stunden mehr als 4 % verloren. Führende Altcoins – darunter Solana, BNB und XRP – brachen zwischen 5 % und 10 % ein und verzeichneten damit einen der stärksten Rückgänge seit Wochen.
Daten von Coinglass zeigten, dass an einem einzigen Tag mehr als 1,10 Milliarden Dollar an gehebelten Positionen ausgelöscht wurden, wobei Long-Positionen die überwiegende Mehrheit ausmachten. Die größte einzelne Liquidation im Wert von fast 34 Millionen Dollar fand beim BTC-USDT-Paar von HTX statt.
Analysten sagten, der Ausverkauf sei auf hawkische Kommentare von Vertretern der Federal Reserve zurückzuführen, die signalisierten, dass die Zinssätze wahrscheinlich bis weit ins Jahr 2026 hinein hoch bleiben würden. Die Aussicht auf eine straffere Liquidität veranlasste die Anleger, Gewinne mitzunehmen und Kapital in sicherere Anlagen zu verlagern.
Zusätzlichen Druck übten Bitcoin-ETFs aus, die einst eine wichtige Quelle für Zuflüsse waren und nun erhebliche Rücknahmen verzeichneten, angeführt von BlackRocks IBIT, aus dem letzte Woche rund 149 Millionen US-Dollar abgezogen wurden. Der Rückgang der ETF-Beteiligung deutet auf eine Abkühlung des institutionellen Interesses hin.
Allgemeine wirtschaftliche Sorgen, darunter Bedenken hinsichtlich der US-Haushaltsverhandlungen und des sich verlangsamenden globalen Wachstums, belasteten die Stimmung zusätzlich. Die Krypto-„Angst”-Indizes drehten ins Negative und beendeten damit eine kurze Phase der Stabilität, die Anfang dieses Monats zu beobachten war.
Trotz des Abschwungs sagen Analysten, dass die 100.000-Dollar-Marke für Bitcoin weiterhin eine wichtige Unterstützungszone darstellt, die den Markt stabilisieren könnte, wenn die Volatilität nachlässt. Ohne neue Zuflüsse oder klarere politische Signale rechnen Händler jedoch in den kommenden Wochen mit weiteren Turbulenzen.

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