Analysten von JPMorgan äußern Zweifel an der Rolle von Bitcoin als „digitales Gold“, da die Nachfrage nach traditionellem Gold weiter steigt.
In einem aktuellen Bericht betonten die Experten der Bank, dass die Volatilität von Bitcoin und seine enge Korrelation mit dem Aktienmarkt die Wahrnehmung als zuverlässige Absicherung ähnlich wie Gold in Frage stellen.
Unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou stellten die Analysten fest, dass der anhaltende Anstieg des Goldpreises – aktuell über $3,100 pro Unze – eine zunehmende Präferenz für Gold im Rahmen des sogenannten „Debasement Trade“ widerspiegelt. Diese Anlagestrategie konzentriert sich auf Vermögenswerte wie Gold und Bitcoin als Schutz vor Inflation, hohen Schuldenständen und schwächelnden Fiat-Währungen. Bitcoin hatte in diesem Jahr jedoch Mühe, mit der Entwicklung Schritt zu halten und hinkte aufgrund seiner historisch höheren Volatilität und einer starken Performance Ende 2024 hinterher.
Darüber hinaus zeigen Daten, dass Spot-Bitcoin-ETFs in den letzten zwei Monaten Abflüsse verzeichneten, während Gold-ETFs weiterhin Zuflüsse verzeichneten. Dieses Muster deutet darauf hin, dass Privatanleger Gold zunehmend bevorzugen, insbesondere im Februar und März. Zudem sind die Bitcoin-Futures seit Mitte Januar negativ, während die Gold-Futures stabil blieben. Analysten gehen davon aus, dass der jüngste Anstieg der Goldkäufe vor allem von privaten Anlegern und Zentralbanken und nicht von spekulativen Händlern getrieben wird.
Zentralbanken und private Anleger stocken ihre Goldbestände deutlich auf und treiben die globalen Allokationen auf ein Rekordniveau. Analysten schätzen, dass rund $9 Trillionen oder 3.5% des weltweiten Finanzvermögens in Gold gehalten werden, davon $4 Trillionen auf Zentralbanken und $5 Trillionen auf private Anleger.
Im Gegensatz dazu liegt der aktuelle Bitcoin-Kurs von rund 83.700 US-Dollar immer noch deutlich über den geschätzten Produktionskosten von $62,000, die historisch als Unterstützungsniveau dienten. Die Analysten von JPMorgan berechneten zudem den volatilitätsbereinigten Wert von Bitcoin auf rund $71,000, wobei das höhere Risiko im Vergleich zu privat gehaltenem Gold im Wert von rund $5 Trillionen berücksichtigt wurde.
Auf die Frage, ob die Niveaus von $62,000 und $71,000 als Unterstützungszonen für Bitcoin gelten könnten, räumte Panigirtzoglou ein, dass die Produktionskosten von $62,000 historisch oft als Preisuntergrenze gewirkt hätten. Während die Debatte um Bitcoin als sichere Anlage weitergeht, scheint sich der Fokus angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit wieder auf traditionelles Gold zu verlagern.
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