Chinas wirtschaftliche Herausforderungen werden immer größer: rückläufige Märkte, eine schwächelnde Währung und sinkende Anleiherenditen sorgen für Unsicherheit.
Diese Turbulenzen entfachen Gespräche darüber, ob Bitcoin ein bevorzugtes Ziel für Kapital, das das Land verlässt, werden könnte.
Der Yuan hat an Boden verloren und seinen niedrigsten Stand gegenüber dem Dollar seit Ende 2023 erreicht, trotz der Versuche der People’s Bank of China (PBOC), ihn zu stützen. Bemühungen wie die Verknappung der Offshore-Liquidität und die Anpassung der täglichen Referenzsätze haben den Verfall der Währung kaum aufgehalten.
Unterdessen zeigen die chinesischen Aktienmärkte eine unterdurchschnittliche Performance. Blue-Chip-Aktien, die im CSI-300-Index abgebildet sind, haben den niedrigsten Stand seit Monaten erreicht, und der ChiNEXT-Index, der kleinere, wachstumsorientierte Unternehmen abbildet, ist in diesem Jahr bereits deutlich gefallen. Zusätzlich zur Unsicherheit sind die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen auf nur noch 1.6% gefallen, was die Angst vor Deflation schürt und Investitionen verhindert.
Da die Kapitalverkehrskontrollen die traditionellen Optionen einschränken, könnte Bitcoin eine Alternative für chinesische Investoren sein, die ihr Geld woanders anlegen wollen. Analysten glauben, dass die offensichtliche Bereitschaft Pekings, eine Schwächung des Yuan zuzulassen, anstatt seinen Wert aggressiv zu verteidigen, zu einer weiteren Kapitalflucht führen könnte. In einem solchen Szenario ist Bitcoin aufgrund seines dezentralen Charakters eine attraktive Option für diejenigen, die sich mit strengen Finanzvorschriften herumschlagen müssen.
Die Geschichte unterstützt diese Idee. Nach einer starken Abwertung des Yuan im Jahr 2015 erlebte Bitcoin einen bemerkenswerten Aufschwung, bei dem sich sein Preis innerhalb kurzer Zeit mehr als verdreifachte. Marktbeobachter vermuten, dass sich ein ähnliches Muster entfalten könnte, da Chinas Finanzlandschaft weiterhin wackelig bleibt.
Da der wirtschaftliche Druck zunimmt, könnte Bitcoin als globaler sicherer Hafen für Investoren, die über Chinas Grenzen hinaus Stabilität suchen, in den Fokus rücken.
Der Bitcoin-Bergbau hat im letzten Jahrzehnt einen bemerkenswerten Wandel durchgemacht, indem man sich von Kohlenwasserstoff-Brennstoffen abwandte und nachhaltigere Energiepraktiken einführte.
In einer kürzlich live gehaltenen Rede erklärte US-Präsident Donald Trump, dass ein neuer Basiszoll von 10% universell auf alle Länder angewandt würde.
Die Aussichten für Bitcoin im April scheinen unsicher, da die Anleger weiterhin vorsichtig sind und Schwierigkeiten haben, klare Gründe für eine mögliche Erholung zu finden.
Metaplanet, eine in Tokio ansässige Investmentfirma, hat ihren aggressiven Vorstoß in den Bitcoin-Markt fortgesetzt und weitere 160 BTC für rund $13.3 Millionen erworben.