Bitcoin und die globale Geldmenge: Wie stark ist der Zusammenhang?
Die Beziehung zwischen Bitcoin und der globalen Geldmenge (Global M2) wird seit langem diskutiert, wobei viele Händler davon ausgehen, dass die Geldmengenausweitung direkt den Preisanstieg von Bitcoin befeuert.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass der Zusammenhang möglicherweise nicht so eindeutig ist, wie es zunächst scheint.
Argumente für eine Korrelation
Daten aus den letzten Zyklen zeigen ein wiederkehrendes Muster: Wenn die globale Geldmenge steigt, tendiert Bitcoin häufig nach oben. Umgekehrt scheinen Phasen der Stagnation oder Kontraktion von M2 mit einer Schwäche von Bitcoin zusammenzufallen. Dies hat die Annahme befeuert, dass die Geldschöpfung, also die Zuführung von Liquidität in das System durch die Zentralbanken, ein direkter Treiber für Bitcoin-Rallyes ist.
Oberflächlich betrachtet erscheint diese Logik sinnvoll. Mehr Liquidität im System verringert in der Regel die Risikoaversion und treibt Kapital in alternative Anlagen wie Kryptowährungen. Anleger, die in einem lockeren geldpolitischen Umfeld nach Renditen suchen, könnten sich natürlich auf Bitcoin stürzen und damit die Wahrnehmung einer Korrelation verstärken.
Wenn Bitcoin vorangeht statt folgt
Allerdings ist diese Beziehung nicht immer perfekt. Es gibt Fälle, in denen der Bitcoin-Preis zu steigen beginnt, bevor M2 wächst, und Zeiten, in denen das Geldmengenwachstum hinter den Bitcoin-Rallyes zurückbleibt. Dies deutet darauf hin, dass zwar die Liquiditätsbedingungen das allgemeine Umfeld bestimmen, die Bewegungen von Bitcoin jedoch auch vorausschauend sein können und von der Stimmung der Anleger, Meilensteinen bei der Akzeptanz oder marktspezifischen Katalysatoren beeinflusst werden.
Ein indirekter Zusammenhang, der durch die Makroökonomie geprägt ist
Analysten warnen, dass es genauer sei, den Zusammenhang als indirekt zu betrachten. Es ist nicht die Geldschöpfung selbst, die Bitcoin bewegt, sondern die makroökonomischen Effekte, die sie umgeben, das Vertrauen in die Märkte, die Risikobereitschaft und die Zuflüsse in spekulative Vermögenswerte. Die geldpolitische Expansion trägt zur Schaffung günstiger Bedingungen bei, aber Bitcoin reagiert durch ein Geflecht von sekundären Faktoren und nicht durch einen einfachen Eins-zu-Eins-Zusammenhang.
Angesichts der sich verändernden globalen Liquiditätsbedingungen werden Händler diese Beziehung wahrscheinlich weiterhin beobachten. Obwohl eine Korrelation besteht, könnte das Verständnis ihrer indirekten Natur entscheidend sein, um falsche Annahmen über die zukünftige Entwicklung von Bitcoin zu vermeiden.


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