Bitcoin-Hashrate sinkt um 3.5%, aber Miner halten trotz Marktschwäche stand
Die Netzwerk-Hashrate von Bitcoin ist seit Mitte Juni um 3.5% gefallen und verzeichnet damit den stärksten Rückgang der Rechenleistung seit Juli 2024.
Der Rückgang erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Transaktionsgebühren und einer schwächeren Preisentwicklung, die die Margen der Miner nach der Halbierung der Blockbelohnung im April unter Druck setzen.
Trotz des wachsenden Drucks ist die erwartete Welle der Kapitulation der Miner noch nicht eingetreten.
Verkaufsaktivitäten der Miner bleiben verhalten
Laut CryptoQuant sind die Abflüsse aus den Wallets der Miner stark zurückgegangen – von 23,000 BTC pro Tag im Februar auf derzeit nur noch 6,000 BTC. Darüber hinaus gab es keine größeren BTC-Transfer-Spitzen an Börsen, was ein typischer Vorbote für Massenverkäufe ist.
Wallets, die mit Minern aus der Satoshi-Ära in Verbindung stehen, blieben ebenfalls weitgehend inaktiv, mit nur 150 BTC, die im Jahr 2025 verkauft wurden, verglichen mit fast 10,000 BTC im Jahr 2024. Dies deutet darauf hin, dass langfristige Halter an ihren Positionen festhalten.
Reserven der Miner steigen weiter
Ein wichtiges Zeichen für die Zuversicht ist, dass die Reserven der Miner wachsen, was darauf hindeutet, dass die meisten Miner den Abschwung lieber aussitzen, als ihre Coins zum aktuellen Preisniveau zu verkaufen – während Bitcoin nahe den lokalen Tiefstständen schwankt.
„Dies deutet weiter darauf hin, dass bei diesen Preisniveaus kein Verkaufsdruck seitens der Miner besteht“, schlussfolgert CryptoQuant.
Langfristige Strategie statt Panik
Die Daten zeichnen ein Bild eines Mining-Sektors, der sich für das Halten entscheidet – entweder in der Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung oder als bewusste langfristige Strategie. Selbst angesichts sinkender Anreize scheinen die meisten Miner bereit zu sein, Bargeld zu verbrennen, anstatt BTC zu ungünstigen Kursen zu liquidieren.
Während sich das Bitcoin-Netzwerk nach dem Halving anpasst, bleibt das Verhalten der Miner überraschend stabil, was die Annahme bestätigt, dass der Druck auf der Angebotsseite zumindest vorerst kein Grund zur Sorge ist.


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