Bitcoin fällt um auf $115,000, da Inflation, technische Schwäche und Bewegungen von Großinvestoren den Markt belasten.
Bitcoin (BTC) fiel in den letzten 24 Stunden um 2.5% und notierte bei $115,287, was unter dem Rückgang des breiteren Kryptomarktes von 2.9% lag.
Der Rückgang ist auf makroökonomische Unsicherheiten, technische Probleme und Aktivitäten großer Investoren zurückzuführen, die zu einer Mischung aus negativen Einflüssen auf digitale Vermögenswerte geführt haben.
Makroökonomische Unsicherheiten trüben die Stimmung
Neue Inflationsdaten aus den USA haben das Vertrauen der Anleger erschüttert. Der Erzeugerpreisindex (PPI) stieg im Juli um 0.5% und übertraf damit die Erwartungen, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer aggressiven Zinssenkung durch die US-Notenbank gesunken ist. Die Märkte rechnen nun mit einer moderaten Senkung um 25 Basispunkte im September, nachdem zu Beginn des Monats noch mit einer Senkung um 50 Basispunkte gerechnet worden war.
Ein stärkerer Dollar verstärkte die Risikoaversion, wobei der DXY seit dem 12. August um 3% stieg. Die 60-Tage-Korrelation von Bitcoin mit Gold sank auf -0.47, was darauf hindeutet, dass Anleger angesichts der zunehmenden geopolitischen Unsicherheit aufgrund der festgefahrenen Friedensgespräche in der Ukraine in traditionelle sichere Häfen flüchteten.
Technischer Einbruch löst Liquidationen aus
Der rückläufige Hintergrund wurde durch technische Schwächen noch verstärkt. BTC fiel unter die Unterstützung bei $118,859 USD (23.6% Fibonacci-Retracement) und seinen 7-Tage-SMA bei $118,992, was zu momentumgetriebenen Verkäufen führte. Das MACD-Histogramm drehte ins Negative (-85,32) und spiegelte den wachsenden Abwärtsdruck wider.
Automatisierte Handelssysteme dürften den Rückgang beschleunigt haben, wobei Long-Positionen im Wert von $81 Millionen liquidiert wurden. Händler sehen nun $114,500 (38.2% Fibonacci-Niveau) als nächste wichtige Unterstützung. Mit einem RSI von 47 hat Bitcoin noch Spielraum für weitere Kursverluste, bevor es in den überverkauften Bereich eintritt.
Aktivitäten von Großinvestoren sorgen für zusätzliche Volatilität
Die Aktivitäten von Großinvestoren sorgten für zusätzliche Unsicherheit. Ein seit mehr als 12 Jahren inaktiv gebliebener Großinvestor bewegte 330 BTC ( $39M) und löste damit Spekulationen über Gewinnmitnahmen aus. Unterdessen erwarb die japanische Investmentfirma Metaplanet 775 BTC ( $93M), was auf eine anhaltende Nachfrage seitens institutioneller Anleger hindeutet.
Die Zuflüsse an den Börsen stiegen auf 12,000 BTC pro Woche, ein Niveau, das zuletzt vor der Korrektur im November 2024 erreicht wurde. Der Exchange Whale Ratio von 0,50 deutet auf ein erhöhtes Verkaufsrisiko hin, insbesondere da Bitcoin knapp unter seinem jüngsten Allzeithoch handelt.
Ausblick
Während die institutionelle Akkumulation das langfristige Vertrauen unterstreicht, bleiben die kurzfristigen Risiken weiterhin nach unten gerichtet. Makroökonomische Gegenwinde, fragile technische Faktoren und Gewinnmitnahmen von Whales könnten Bitcoin unter Druck halten, bis Käufer die Unterstützung bei $118,000 zurückerobern.


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