Ledger präsentiert Atom mit Tamper-Schutz mitten in der Implantat-Affäre

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Offizielles Vorschaubild zum Ledger Atom Vorstellungsvideo

Ledger stellt Atom mit Core Protection und Secure Mode vor, wenige Tage nach der Implantat-Untersuchung. Deutschland geprüft, keine Manipulation.

Ledger hat am 15. Oktober auf seiner Veranstaltung Op3n in Paris das Android-Gerät Atom vorgestellt, wenige Tage nach Bekanntwerden manipulierter Hardware-Wallets über einen Wiederverkäufer. Das Unternehmen sagte in einem Post auf X, Atom solle die Sicherheit von Hardware-Wallets mit einem täglichen Android-Gerät verbinden.

Tamper-Schutz als Antwort auf den Manipulationsskandal

Die Präsentation fällt mitten in eine laufende Untersuchung: Nach Angaben des Sicherheitsteams Ledger Donjon konnten unbefugte Implantate in über Wiederverkäufer verkaufte Wallets die Wiederherstellungsphrase während der Einrichtung ablesen und über das Mobilfunknetz verschicken. Ledger bat am 13. Oktober Händler in sechs südostasiatischen Ländern und Hongkong, die Geräte aus den Regalen zu nehmen.

Gegen dieses Szenario wirbt Ledger mit einer Funktion namens Core Protection. Ein Sprecher sagte, sie werde „die Bildschirmlese-Implantate aus dem Vorfall vom Wochenende ausdrücklich blockieren“. Laut Ledger reagieren Manipurationssensoren auf einem separaten Akku auch im ausgeschalteten Zustand auf Versuche, das Display oder das Gehäuse zu entfernen. Diese Angaben stammen vom Unternehmen und sind nicht unabhängig geprüft.

Für deutsche Besitzer ist der Befund Entwarnung: Ledger teilte am 14. Oktober mit, man habe Geräte aus dem Einzel- und Großhandel in ganz Deutschland geprüft und keine Manipulation gefunden. Auch europaweit sei kein Verlust durch Implantate gemeldet worden. Wie die Implantate in die verkauften Geräte gelangten und ob weitere Händler betroffen sind, hat Ledger nicht mitgeteilt. Onchain-Forscher beziffern die mutmaßlichen Verluste auf über 86 Millionen Dollar; Ledger hat keine Summe bestätigt, die Schätzungen weichen voneinander ab.

Nur direkt verkauft, mit Secure Element und Secure Mode

Ein Teil der Antwort ist der Vertriebsweg: Atom wird ausschließlich über die Website des Unternehmens verkauft, nicht über Wiederverkäufer. Solana Mobile teilte in einer Mitteilung mit, die Seeker-App und den Solana dApp Store mit mehr als 1.500 dApps seien auf Atom vorinstalliert, das Signieren übernehme der Secure Mode. Das Unternehmen hatte seinen Software-Stack seit März für andere Android-Hersteller geöffnet; Ledger sei der erste Hardware-Partner.

Technisch kombiniert das Gerät Android Open Source Software mit dem hauseigenen Ledger OS auf einem Secure Element der Stufe EAL6+. Ein FPGA-Chip trennt die Android-Umgebung vom Secure Mode, in dem Transaktionen signiert werden. Ein physischer Schalter unterbricht die Stromversorgung von Kamera und Mikrofon, und beide sind im Secure Mode automatisch deaktiviert. Die Verschlüsselung soll laut Ledger post-quanten-kompatible Verfahren nach NIST-Standards einbinden.

Die limitierte Founder’s Edition kostet 849 Dollar, reservierbar mit einer erstattungsfähigen Anzahlung von 100 Dollar; regulär soll Atom nach dem Start 899 Dollar kosten. Auslieferungen erwartet das Unternehmen im Sommer 2027, vorbehaltlich der Zertifizierung.

Reaktion auf das Verlassen des Hauses
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Martin ist ein erfahrener deutscher Krypto-Journalist, der sich intensiv mit der dynamischen Welt der Kryptowährungen, Blockchain-Technologien und Initial Coin Offerings (ICO) auseinandersetzt. Sein Fokus liegt auf detaillierten Analysen von Markttrends, regulatorischen Entwicklungen und technologischen Innovationen, die die Zukunft digitaler Vermögenswerte prägen. Mit einem tiefgehenden Verständnis der technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge der Branche liefert Martin seinen Lesern fundierte Informationen und fundierte Prognosen, die ihnen helfen, informierte Investmententscheidungen in dem komplexen und sich schnell wandelnden Kryptomarkt zu treffen.
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