Große Institutionen revidieren Bitcoin-Prognosen angesichts nachlassender Unternehmensnachfrage

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Bei manchen der lautstärksten institutionellen Befürworter von Bitcoin findet derzeit ein spürbarer Wandel statt.

Mehrere große Unternehmen, die für ihre durchweg optimistischen Prognosen bekannt sind, dämpfen nun ihre kurzfristigen Erwartungen, da das Marktverhalten Anzeichen einer Abkühlung zeigt. Anstatt ihren langfristigen Optimismus aufzugeben, definieren diese Institutionen das Tempo, mit dem Bitcoin ihrer Meinung nach wachsen wird, neu.

Standard Chartered, eine der ersten großen Banken, die eine sechsstellige Bewertung für Bitcoin prognostiziert hat, hat ihren Zeitplan zurückgeschraubt. Die Bank geht nun davon aus, dass die weltweit führende digitale Anlage bis Ende 2026 einen Wert von rund 150.000 US-Dollar erreichen wird – eine deutliche Korrektur gegenüber ihrer früheren Prognose von 300.000 US-Dollar. Auch ihr langjähriges Ziel von einer halben Million Dollar wurde weiter nach hinten verschoben, wobei nun 2030 als neuer Horizont genannt wird.

Der Grund für die Neukalibrierung liegt in der nachlassenden Beteiligung institutioneller Anleger. Die Bank wies darauf hin, dass die Unternehmensfinanzabteilungen, die einst als starker Motor hinter der Verknappung des Bitcoin-Angebots galten, sich weitgehend zurückgezogen haben. Vielen Unternehmen, die in früheren Zyklen aggressiv Bitcoin akkumuliert haben, fehlt nun die finanzielle Flexibilität oder Motivation, diese Positionen weiter auszubauen. Mit dem Rückgang dieser Gruppe sind ETFs zur Hauptquelle der institutionellen Nachfrage geworden, aber auch diese Ströme haben sich verlangsamt. Geoffrey Kendrick, der die Forschung der Bank im Bereich digitale Vermögenswerte leitet, erklärte, dass die Käufe von Unternehmen, die sich auf digitale Vermögenswerte konzentrieren, offenbar ihren Höhepunkt erreicht haben, sodass sich der Markt nun in einer Phase befindet, die eher eine Konsolidierung als eine weitere Beschleunigung begünstigt.

Bernstein, ein weiterer bekannter Optimist, hat ebenfalls seine kurzfristigen Erwartungen angepasst. Das Unternehmen geht nicht mehr davon aus, dass Bitcoin bis Ende dieses Jahres 200.000 US-Dollar erreichen wird, und verweist dabei auf die jüngste Preisschwäche und die geringeren Zuflüsse in ETFs. Bernstein geht nun davon aus, dass Bitcoin bis Ende 2026 bei etwa 150.000 US-Dollar landen und im folgenden Jahr 200.000 US-Dollar erreichen wird. Dennoch hält das Unternehmen daran fest, dass Bitcoin seinen historischen Boom-and-Bust-Rhythmus überwunden hat und sich in eine gemäßigtere, länger anhaltende Wachstumsphase begibt. Der langfristige Ausblick bleibt äußerst optimistisch, mit Prognosen, dass der Wert bis 2033 die 1-Millionen-Dollar-Marke testen könnte.

Diese revidierten Schätzungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt mit starken Einbrüchen zu kämpfen hat. Bitcoin wird derzeit bei knapp 94.000 US-Dollar gehandelt – fast 30 % unter seinem Rekordhoch vom Oktober. Der Vermögenswert verzeichnete im Laufe des vergangenen Tages zwar eine leichte Erholung und legte um mehr als 4 % zu, während er versuchte, sich über wichtigen Unterstützungsniveaus zu halten.

Die ETF-Aktivitäten haben jedoch für zusätzliche Unsicherheit gesorgt. Spot-Bitcoin-Fonds verzeichneten am Montag Abflüsse in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar und setzten damit den Trend einer schwächeren Nachfrage fort. BlackRocks IBIT – der größte Fonds der Gruppe – verzeichnete im November Abflüsse in Höhe von rund 2,3 Milliarden US-Dollar, was den größten monatlichen Rückzug seit seiner Auflegung darstellt. Obwohl diese Rücknahmen im Verhältnis zum gesamten verwalteten Vermögen gering sind, haben sie Fragen aufgeworfen, ob einige Anleger ihr Engagement reduzieren, anstatt während der Rückgänge zu akkumulieren – ein Verhalten, das in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, dass sich Bitcoin nach größeren Korrekturen schneller erholt hat.

Die sich wandelnde Landschaft deutet darauf hin, dass große Institutionen weiterhin an die langfristige Entwicklung von Bitcoin glauben, aber vorsichtiger werden, was die Geschwindigkeit betrifft, mit der der Vermögenswert in naher Zukunft steigen kann. In einem Markt, der sich 2024 und 2025 stark auf institutionelle Zuflüsse stützte, könnte diese Veränderung der Stimmung die Erwartungen für die kommenden Monate prägen.

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Alexander arbeitet seit drei Jahren in der Krypto-Industrie und hat sich in dieser Zeit durch seine aktive Beteiligung an der Beobachtung der Marktdynamik und technologischen Innovationen einen Namen gemacht. Sein Interesse an Kryptowährungen und neuen Technologien ist nicht nur eine berufliche Verpflichtung, sondern eine tiefe persönliche Leidenschaft. Er verfolgt täglich die Nachrichten aus der Branche, analysiert Trends und ist begeistert von jedem neuen Schritt in der Entwicklung von Blockchain-Lösungen. Sein Enthusiasmus treibt ihn dazu an, ständig zu lernen und sein Wissen zu teilen, da er die Zukunft in der digitalen Finanzwelt und deren Rolle in der globalen Transformation sieht.
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