Die EU will mit dem künftigen digitalen Euro das Geld neu definieren

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Die Europäische Union bereitet sich auf einen großen Sprung in ihrer Währungsgeschichte vor: die Umwandlung des Euro in eine digitale Währung.

Auf Anweisung des Europäischen Rates will die Europäische Zentralbank (EZB) das Projekt beschleunigen und den digitalen Euro näher an die Realität bringen. Wenn die europäischen Gesetzgeber den erforderlichen Rechtsrahmen im Jahr 2026 verabschieden, könnten die Testphase 2027 beginnen und den Weg für eine vollständige Einführung bis 2029 ebnen.

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, gab bekannt, dass die Initiative ihre „Endphase” erreicht habe, und bezeichnete den digitalen Euro als einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des Finanzsystems des Kontinents. Sie beschrieb das Projekt als Symbol für Einheit und Vertrauen in die gemeinsame wirtschaftliche Zukunft Europas und betonte die Entschlossenheit der Institution, zügig voranzukommen.

Im Gegensatz zu Kryptowährungen oder privat ausgegebenen Stablecoins wird der digitale Euro nicht auf öffentlicher Blockchain-Technologie basieren. Stattdessen wird er als zentralisierte digitale Form von Bargeld fungieren, das direkt von der EZB ausgegeben wird, jedoch mit einigen strukturellen Ideen aufgebaut ist, die aus dezentralen Netzwerken übernommen wurden. Die Gesamtentwicklungskosten des Projekts werden auf etwa 1,3 Milliarden Euro geschätzt, wobei die jährlichen Wartungskosten nach der Einführung auf etwa 320 Millionen Euro veranschlagt werden.

Während die EZB den Plan als Modernisierung des Geldes präsentiert, sehen Kritiker innerhalb der Krypto-Community Risiken – vor allem in Bezug auf Überwachung und zentrale Kontrolle. Befürworter weisen jedoch darauf hin, dass selbst Stablecoin-Emittenten wie Tether und Circle die Möglichkeit haben, Wallets zu sperren, was darauf hindeutet, dass Datenschutzbedenken nicht ausschließlich bei CBDCs bestehen.

Wenn der digitale Euro eingeführt wird, würde Europa zu einer wachsenden Zahl von Volkswirtschaften gehören, die mit von Zentralbanken ausgegebenen Währungen experimentieren. China, Indien und Russland führen bereits Pilotprogramme durch, und Nigeria hat seit 2021 seinen eNaira im Umlauf. Im Gegensatz dazu haben die Vereinigten Staaten einen digitalen Dollar auf Bundesebene verboten und konzentrieren sich stattdessen auf private Stablecoin-Innovationen durch den GENIUS Act und Initiativen wie den USD1 von World Liberty Financial.

Während sich der globale Wettlauf um die Digitalisierung des Geldes beschleunigt, dominieren Stablecoins mit einer Marktkapitalisierung von über 307 Milliarden US-Dollar weiterhin die Landschaft – die meisten davon sind an den US-Dollar gebunden. Doch Europas Vorstoß für eine öffentliche, zentral verwaltete Alternative signalisiert, dass der Kampf um die Zukunft des Geldes gerade erst begonnen hat.

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Alexander arbeitet seit drei Jahren in der Krypto-Industrie und hat sich in dieser Zeit durch seine aktive Beteiligung an der Beobachtung der Marktdynamik und technologischen Innovationen einen Namen gemacht. Sein Interesse an Kryptowährungen und neuen Technologien ist nicht nur eine berufliche Verpflichtung, sondern eine tiefe persönliche Leidenschaft. Er verfolgt täglich die Nachrichten aus der Branche, analysiert Trends und ist begeistert von jedem neuen Schritt in der Entwicklung von Blockchain-Lösungen. Sein Enthusiasmus treibt ihn dazu an, ständig zu lernen und sein Wissen zu teilen, da er die Zukunft in der digitalen Finanzwelt und deren Rolle in der globalen Transformation sieht.
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