Liquid Network hält Bitcoin-Auszahlungen fünf Wochen nach Exploit gesperrt
Fünf Wochen nach dem Elements-Exploit bleiben die Peg-outs der Liquid Network gesperrt. Rund 600 BTC fehlen, ein Datum für die Wiedereröffnung gibt es nicht.
Liquid Network hält Peg-outs weiter gesperrt
Auf der Bitcoin-Sidechain Liquid Network sind Bitcoin-Auszahlungen auch mehr als fünf Wochen nach einem Exploit weiterhin eingefroren. Am 6. September 2026 hatte ein Fehler in der Software Elements einen Angreifer in die Lage versetzt, L-BTC ohne Autorisierung zu erzeugen und einzulösen, wodurch rund 4.000 BTC, damals etwa 320 Millionen US-Dollar, aus der Föderationsreserve abflossen. Stand 11. Oktober 2026 bleiben die Peg-outs weiterhin gesperrt, ein Termin für die Wiederaufnahme fehlt.
Die Reserve umfasste vor dem Vorfall rund 4.205 BTC und fiel am schlimmsten Punkt auf 197 BTC. Zum 7. September gaben White-Hat-Akteure etwa 3.400 BTC zurück. Dennoch fehlen berichten zufolge rund 600 BTC. Die genaue Höhe der Lücke ist unklar, die Angaben bewegen sich zwischen 598 und 603 BTC. Mitte September deckte die Reserve etwa 86 Prozent des umlaufenden L-BTC-Angebots ab; ob dieser Wert bis zum 11. Oktober Bestand hat, ist nicht bekannt.
Was funktioniert, was blockiert ist
Liquid nahm am 10. September 2026 den normalen Blockbetrieb und Nutzertransaktionen wieder auf. Nur die Rücktauschbarkeit von L-BTC in Bitcoin auf der Hauptkette steht still. USDT und tokenisierte Real-World-Assets auf dem Netzwerk waren nicht betroffen und sind wieder im Normalbetrieb.
Liquid nennt vier Bedingungen für die Wiederaufnahme der Peg-outs: die vollständige 1:1-Deckung von L-BTC mit BTC, Upgrades an der Elements-Software, abgeschlossene Sicherheitsaudits sowie Änderungen beim Schlüsselmanagement, insbesondere eine Verlagerung in Cold Storage. Ein externes Audit und Verbesserungen beim Schlüsselmanagement laufen demnach, ohne dass ein Abschlussdatum genannt wird. Auch der Weg, wie das Defizit von rund 600 BTC gefüllt werden soll, ist nicht benannt.
Blockstream-Chef Adam Back hat zugesichert, dass die 1:1-Deckung letztlich hergestellt werde. Ein Mechanismus oder ein Datum nannte er nicht.
Die Signierschlüssel der Föderationsmitglieder wurden nach Liquid-Angaben ebenso wenig kompromittiert wie der Peg-out-Autorisierungsschlüssel von SideSwap. Der Vorfall war demnach ein Softwarefehler in Elements und kein Diebstahl von Schlüsseln. Für L-BTC-Halter bleibt ihr Liquid-Bitcoin so lange zum festgelegten Kurs nicht zurücktauschbar, bis Peg-outs wieder laufen; wer USDT oder andere tokenisierte Assets hält, nutzt ein Netzwerk, das transaktionell wieder funktioniert. Eine Übersicht weiterer Entwicklungen rund um die Sidechain gibt es in unserem Blockchain-Archiv.

Füllen Sie die erforderlichen Felder aus und veröffentlichen Sie die Veröffentlichung.