Der Anstieg des PPI im September schürt erneut Inflationsängste an den Märkten
Neue Daten des Bureau of Labor Statistics zeigen, dass die Inflation im Großhandel im September angezogen hat, wobei der Erzeugerpreisindex nach einem leichten Rückgang im August um 0,3 % gestiegen ist.
Auf Jahresbasis sind die Erzeugerpreise nun um 2,7 % gestiegen, was auf einen anhaltenden Inflationsdruck hindeutet, auch wenn sich einige Indikatoren auf der Verbraucherseite abschwächen. Alle Zahlen wurden vor dem kürzlichen, kurzzeitigen Ausfall der staatlichen Finanzierung erhoben.
Die Preise für Waren stiegen um 0,9 % und verzeichneten damit den stärksten Anstieg seit Anfang 2024, was vor allem auf einen sprunghaften Anstieg der Energiekosten zurückzuführen ist. Benzin verteuerte sich um 11,8 % und machte damit etwa 60 % des monatlichen Anstiegs der Güterinflation aus. Die Preise für Fleisch, Kraftfahrzeuge, Ethanol und Erdgasflüssigkeiten stiegen ebenfalls, während die Preise für Gemüse zurückgingen. Die Lebensmittelkosten stiegen um 1,1 %, und die Preise für Güter ohne Lebensmittel und Energie stiegen moderat um 0,2 %.
Dienstleistungsinflation flacht ab
Die Dienstleistungspreise blieben im September unverändert, nachdem sie im August gesunken waren. Die Preise für Transport und Lagerung stiegen um 0,8 %, angetrieben durch einen Anstieg der Flugpreise um 4 %. Die Handelsmargen sanken jedoch um 0,2 %, belastet durch den schwachen Großhandel mit Maschinen und Ausrüstung.
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Kern-PPI weiterhin stabil
Der Kern-PPI – ohne Lebensmittel, Energie und Handelsdienstleistungen – stieg um 0,1 % und liegt damit 2,9 % über dem Vorjahreswert, was darauf hindeutet, dass die zugrunde liegende Inflation weiterhin hartnäckig ist.
Auswirkungen auf den Markt
Da der Verbraucherpreisindex als nächstes ansteht, beobachten die Anleger genau, ob sich die Inflation abkühlt oder stagniert. Der starke Anstieg der energiegetriebenen Großhandelspreise erschwert die Aussichten für Zinssenkungen im weiteren Verlauf des Jahres.
Für die Kryptomärkte verstärkt ein höherer PPI oft die Erwartungen, dass die Zinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben werden – eine Situation, die Druck auf Bitcoin und andere Risikoanlagen ausüben kann. Dennoch weisen einige Analysten darauf hin, dass eine anhaltende Inflation die langfristige Rolle von Bitcoin als Absicherung gegen Währungsabwertung stärken könnte. Wie die Märkte reagieren werden, hängt davon ab, ob die bevorstehenden Verbraucherpreisinflationszahlen die Beschleunigung auf der Produzentenseite bestätigen.

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