Bitcoin fällt unter seinen Startpreis von 2025 – Ist der Bullenmarkt in Gefahr?
Bitcoin fiel kurzzeitig unter das Niveau, auf dem es ins Jahr 2025 gestartet war, und machte damit seine bisherigen Jahresgewinne an einem turbulenten Wochenende zunichte, das viele Händler überraschte.
Trotz einer Reihe von Branchenerfolgen und der lang erwarteten Wiedereröffnung der US-Regierung, von der viele eine Stabilisierung der Stimmung erhofft hatten, erfolgte dieser Kursrückgang.
Der Bitcoin-Kurs fiel auf 93.100 US-Dollar und verzeichnete damit einen Rückgang von 25 % gegenüber seinem Allzeithoch im Oktober. Obwohl sich Bitcoin schnell wieder auf etwa 95.500 US-Dollar erholte, verdeutlicht dieser Rückgang die zunehmende Diskrepanz zwischen den starken strukturellen Entwicklungen im Kryptosektor und der aktuellen Kursentwicklung.

Das Jahr begann optimistisch. Präsident Donald Trump trat sein Amt mit einer Regierung an, die von vielen als die kryptofreundlichste in der Geschichte der USA bezeichnet wurde. Er sorgte für rasche regulatorische Klarheit, lockerte Beschränkungen und trieb die Allokation von Bitcoin in Unternehmensreserven voran. Auch Bitcoin-ETFs verzeichneten über weite Strecken des Jahres stetige Zuflüsse.
Doch makroökonomische Gegenwinde haben diese positiven Entwicklungen immer wieder überschattet. Trumps Handelskriege und der rekordverdächtige 43-tägige Regierungsstillstand haben beide Phasen der Risikoaversion ausgelöst und zu mehreren zweistelligen Korrekturen beim Bitcoin-Kurs im Laufe des Jahres 2025 beigetragen.
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Ein weiterer Druckfaktor waren Verkäufe von langjährigen Inhabern. Einige Analysten gaben zunächst den sogenannten „OG Whales“ die Schuld daran, dass der Aufwärtstrend gebremst wurde. Blockchain-Datenunternehmen argumentieren jedoch, dass dieser Trend mit einer typischen Distribution in der Spätphase eines Zyklus übereinstimmt – erfahrene Investoren realisieren Gewinne, anstatt den Markt zu verlassen.
Trotz der Turbulenzen sind einige Analysten weiterhin zuversichtlich, dass der Bitcoin-Zyklus intakt ist. Matt Hougan, CIO von Bitwise, glaubt, dass die nächste explosive Phase eher im Jahr 2026 eintreten wird. Er verweist auf ein makroökonomisches Umfeld, das durch Währungsabwertung und die zunehmende Akzeptanz von Stablecoins, tokenisierten Vermögenswerten und dezentraler Finanzierung (DeFi) geprägt ist.
Fürs Erste hängt die weitere Entwicklung von Bitcoin davon ab, ob er die Unterstützung im mittleren 90.000-Dollar-Bereich festigen und die jüngste Runde makroökonomisch bedingter Volatilität abschütteln kann – eine Erinnerung daran, dass sich der Markt selbst in einem Jahr starker struktureller Fortschritte immer noch unvorhersehbar bewegen kann.

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