Strategy und Marathon-Push US-Plan für eine Million Bitcoin-Reserve
In Washington gibt es derzeit neue Bestrebungen, die dazu führen könnten, dass die USA eine der größten Bitcoin-Reserven der Geschichte anhäufen.
Gesetzgeber, Branchenführer und politische Befürworter werden sich diese Woche im Kapitol versammeln, um über einen Gesetzentwurf zu diskutieren, der vorsieht, dass die Bundesregierung eine Million Bitcoins als Teil einer langfristigen strategischen Reserve erwirbt.
Branchenführer unterstützen den Vorschlag
Die Initiative wird von Schwergewichten aus dem Kryptosektor unterstützt. Michael Saylor, Mitbegründer von Strategy, und Fred Thiel, CEO von Marathon Digital Holdings, werden zu den mehr als einem Dutzend Befürwortern gehören, die sich am Dienstag mit Gesetzgebern treffen. Die Diskussionsrunde wird von Senatorin Cynthia Lummis und dem Abgeordneten Nick Begich geleitet, die beide Republikaner sind und den Gesetzentwurf unterstützen.
Hailey Miller, Policy Director beim Digital Power Network (DPN), sagte, die Maßnahme ziele darauf ab, eine „strategische Bitcoin-Reserve” zu schaffen, ähnlich wie die Goldreserven der USA, die die finanzielle Stabilität untermauern.
Der Bitcoin Act kehrt zurück
Senatorin Lummis hat den BITCOIN Act Anfang dieses Jahres erneut eingebracht, dessen offizieller Titel „Boosting Innovation, Technology, and Competitiveness through Optimized Investment Nationwide Act” lautet. Wenn der Gesetzentwurf verabschiedet wird, würde Bitcoin gesetzlich als strategischer Reservewert anerkannt werden. Die Maßnahme baut auch auf der Verordnung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump auf, die die Regierung anweist, beschlagnahmte Krypto-Vermögenswerte dauerhaft zu halten, anstatt sie zu liquidieren.
Wie die Reserve funktionieren würde
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die USA über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Million BTC erwerben, wobei sie sich auf sogenannte „haushaltsneutrale Strategien” statt auf neue Ausgaben stützen. In der Praxis würde dies bedeuten, dass Bitcoin schrittweise durch Mechanismen angesammelt wird, die die Kosten ausgleichen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Bestände auch dann unangetastet bleiben, wenn sie im Rahmen von Straf- oder Zivilverfahren beschlagnahmt werden.
Warum das wichtig ist
Wenn der Vorschlag Erfolg hat, würden die USA zu einem der weltweit größten staatlichen Besitzer von Bitcoin werden, was eine beispiellose Anerkennung digitaler Vermögenswerte auf Bundesebene signalisieren würde. Befürworter argumentieren, dass dies die Führungsrolle Amerikas in der sich entwickelnden Weltwirtschaft sichern würde, während Kritiker wahrscheinlich die fiskalischen und monetären Auswirkungen in Frage stellen würden.
Die bevorstehende Diskussionsrunde im Kapitol wird den politischen Willen für einen solch mutigen Schritt auf die Probe stellen, da die Debatte über die Rolle von Bitcoin in den nationalen Reserven weiter an Dynamik gewinnt.

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