So reagierte Bitcoin auf den schwachen US-Arbeitsmarktbericht für August
Der Bericht über die Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft in den USA für August fiel weitaus schwächer aus als erwartet und zeigte einen Zuwachs von 22,000 Arbeitsplätzen gegenüber Prognosen von 75,000.
Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 4.3% und entsprach damit den Prognosen, aber die Details zeichneten ein schwaches Bild des Arbeitsmarktes.
Die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe sank um 12,000, die Zahl der Beschäftigten im privaten Sektor stieg nur um 38,000 (weit unter der Schätzung von +75,000) und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank auf 34.2 Stunden. Die Erwerbsquote stieg leicht auf 62.3%, aber die Unterbeschäftigung kletterte auf 8.1%, was die zunehmende Flaute auf dem Arbeitsmarkt unterstreicht.
Die enttäuschenden Zahlen folgen auf eine Reihe schwacher Indikatoren, darunter Abwärtskorrekturen für die Vormonate, die mehr als 250,000 Arbeitsplätze auslöschten, schleppende ADP-Beschäftigungszahlen und ein nachlassendes Lohnwachstum. Da die Inflation nicht mehr das einzige Problem ist, steht die Federal Reserve nun unter zunehmendem Druck, bei ihren politischen Entscheidungen der Beschäftigung Vorrang einzuräumen. Die Märkte hatten bereits eine Zinssenkung im September eingepreist, aber der heutige Bericht stärkt die Argumente für einen tieferen und möglicherweise schnelleren Lockerungszyklus.
Die unmittelbare Reaktion von Bitcoin
Die Arbeitsmarktdaten wurden um 12:30 Uhr UTC veröffentlicht und lösten eine starke Bewegung bei Bitcoin aus. Die Preise stiegen innerhalb weniger Minuten schnell von rund $112,500 auf rund $113,400, was die optimistischen Liquiditätserwartungen im Zusammenhang mit Zinssenkungen widerspiegelte. Die Rallye war jedoch nur von kurzer Dauer, da die Volatilität stark anstieg. Bitcoin fiel innerhalb von weniger als einer halben Stunde wieder auf das Niveau von $112,700 zurück, was darauf hindeutet, dass die Händler trotz des günstigen makroökonomischen Umfelds weiterhin vorsichtig sind.
Für Bitcoin bleibt die Lage klar: Schwächere Arbeitsmarktdaten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Lockerung der Geldpolitik durch die Fed, was historisch gesehen risikoreiche Anlagen begünstigt. Wenn sich der Liquiditätsfluss in den kommenden Monaten beschleunigt, könnte Bitcoin zu den Hauptnutznießern gehören – auch wenn die Volatilität kurzfristig wahrscheinlich anhalten wird.


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